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Freitag, 28. März 2014

Mönchsbartnest mit Ei und Belper-Knolle


Den Mönchsbart (auch Barba di frate genannt) und die Belper Knolle lernte ich beide erst durchs Foodbloggen kennen.

Bei der Belper Knolle handelt es sich um eine "Melange von Frischkäse, Knoblauch und Pfeffer, die zu einer Kugel geformt wird. Anfangs fast cremig, mutiert sie im reiferen Zustand zu einer harten Sache und gewinnt noch an Spannung und Geschmack" (Fassbender, 2011). Oft wird sie wie Trüffel über frische Spaghetti gerieben und somit fast pur genossen - so auch das erste Mal bei uns zu Hause.

Der Mönchsbart sieht wie dicker Schnittlauch aus und ist ein "typisches Frühlingsgemüse aus dem Mittelmeerraum. [...] Die langen, fleischigen Stile schmecken erdig, ein bisschen nach Meer und sind im Biss knackig. Die Saison ist kurz: Sie endet anfangs Juni. Weshalb das Gemüse, das auf meernahen, salzigen Wiesen wild wächst und in Italien auch angebaut wird, den Namen Mönchsbart trägt, weiss man auch in Italien nicht ganz genau" (natürlich-online.de).

Dass wir die beiden Lebensmittel nun in einem Gericht vereinten, verdanken wir dem Biometzg und Delikatessen-Lädeli bei uns im Dort und Robert von "lamiacuccina".  Das Lädeli hatte kürzliche Mönchsbart im Angebot und Robert ein dazu passendes Rezept, das wir frisch und frei etwas abgewandelt haben.


Zutaten für zwei Personen
4 Bio-Eier
1-2 Bund Mönchsbart (je nach Grösse der Bünde)
Butter
4 EL geriebene Belper Knolle
Salz und Pfeffer, frisch gemahlen


Zubereitung
  • Backofen auf 180° C vorheizen.
  • Ausgebutterte Ramequinförmchen hineinstellen und sich kurz erwärmen lassen.
  • Mönchsbart rüsten: Wurzeln grosszügig abschneiden, Gräser gut unter fliessendem Wasser putzen und in einem Sieb abtropfen lassen.
  • Wasser in einem Topf aufsetzen. Wenn es heiss ist Salz beifügen und den Mönchsbart im heissen Wasser ca. 3 Minuten blanchieren lassen - dann abgiessen und gut abtropfen lassen.
  • Mönchsbart in die heissen Förmchen legen und dabei eine kleine Mulde in der Mitte formen.
  • Pro Förmchen einen Esslöffel geriebene Belper Knolle hineingeben und je ein Ei in die Mulde sinken lassen. 
  • Mit Salz und Pfeffer würzen und für ca. 10-12 Minuten in den Backofen stellen, bis die Eier die gewünschte Festigkeit haben.
  • Dazu passt ein bisschen Couscous, der sich wunderbar mit dem noch wachsflüssigen Eigelb vermischen lässt.

Adaptiert von
http://lamiacucina.wordpress.com/2011/02/16/huhnerei-im-monchsbartnest-mit-marztruffel/

Donnerstag, 20. Februar 2014

Saffron Egg Drop Soup (Eierstichsuppe mit Safran)


Egg Drop Soup - was für eine schöne, englische Umschreibung der Eierstichsuppe. Wird die Suppe dann noch mit einer Safran-Gemüse-Bouillon hergestellt, dann wird daraus die Saffron Egg Drop Soup. Das Rezept zu dieser einfachen, aber Gaumen und Herz erwärmenden Suppe haben wir im "The Southern vegetarian cookbook: 100 down-home recipes for the modern table" gefunden. Mit etwas frischem Brot serviert, ergibt sich daraus ein leckeres kleines Abendessen.

Das nachfolgende Rezept entspricht der Art und Weise, wie die Autoren Burks Fox & Lawrence es beschrieben haben. Da uns das Gemüse und speziell die Zwiebeln roh etwas aufgestossen sind, werden wir beim nächsten Mal, das Gemüse kurz andünsten, bevor wir Petersilie, Olivenöl, Sherry-Essig und Zucker dazugeben. Ebenfalls überlegen könnte man sich das verwenden von Frühlingszwiebeln, da diese etwas sanfter im Geschmack sind als rote Zwiebeln. Ansonsten hat uns die Suppe aber hervorragend geschmeckt.

Safran-Eierstich-Suppe

Zutaten
80 gr grüne Peperoni (Paprika), fein gewürfelt
50 gr rote Zwiebeln, fein gewürfelt (Anm.: evtl. durch Frühlingszwiebeln ersetzten)
100 gr Tomaten, fein gewürfelt
2 EL Glatte Petersilie, fein geschnitten
1 EL Olivenöl
1/2 TL Sherry-Essig
1/4 TL Rohrzucker
Salz und Pfeffer, frisch gemahlen
Safran-Bouillon (Rezept siehe unten)
3 Eier, verquirrlt
60 gr Manchego Käse, gerieben

Zubereitung
  • Peperoni, Zwiebeln und Tomatenwürfel in eine kleine Schüssel geben (Anm.: wahlweise kurz in einer Pfanne andünsten).
  • Petersilie, Olivenöl, Sherry-Essig und Zucker dazugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  • Mischung auf die Seite stellen - sie wird als Garnitur für die Suppe verwendet.
  • Safran-Bouillon zum Kochen bringen.
  • Die verquirrlten Eier löffelweise in die Bouillon geben, bis alle Eimasse aufgebraucht ist. Das sich Auflösen der Eimasse in der Bouillon "is really cool to watch", wie ich den Autoren beipflichten muss.
  • Zum Servieren die Ei-Bouillonmischung in eine Suppentasse geben, ein-zwei Esslöffel der Gemüse-Mischung belegen und etwas geriebenen Manchego darüber streuen.

Safran-Bouillon

Zutaten
1 Liter Gemüse-Bouillon
5 dl Wasser
5 Knoblauchzehen, gepresst (Anm.: weniger tun's auch)
Zeste einer Zitrone
Zeste einer Orange
1/4 TL Safran-Fäden
1 TL Sherry-Essig
Salz und Pfeffer, frisch gemahlen

Zubereitung
  • Bei mittlerer Hitze die Gemüsebouillon, das Wasser und die gepressten Knoblauchzehen in einen Topf geben.
  • Zitronen- und Orangen-Zeste, Safranfäden und Sherry-Essig beigeben.
  • Bei mittlerer Hitze für 20 Minuten kochen lassen.
  • Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Quelle
Fox Burks, J. & Lawrence, A. (2013). Saffron Egg Drop Soup (S. 105). The Southern vegetarian cookbook: 100 down-home recipes for the modern table. Nashville, Tennessee: Thomas Nelson.


... weitere von Schnipp & Schlemm ausprobierte Rezepte aus dem "Southern vegetarian cookbook...":

Mittwoch, 2. Oktober 2013

Toskanische Brotbällchen mit Pecorino


Das Rezept schlummerte schon länger auf der To-Do-Liste - wohl schon rund 10 Jahre bzw. seit ich das Kochbuch von Erica Bänziger besitze. Warum ich es jetzt gerade ausprobiere? Vielleicht weil ich meine Rezeptdatenbank bzw. die To-Do-Liste überarbeite und mich wiedereinmal davon angesprochen fühlte. Vielleicht aber auch, weil die kühleren Abende nach etwas reichhaltigeren Essen verlangen.

Die Brotbällchen auf Tomatensauce sind ein wunderbares Nachtessen, wenn auch durch den Käse und die Eier nicht ganz leicht. Das Rezept habe ich nur ganz leicht angepasst und auf drei Eier gekürzt (statt vier, wie im Originalrezept). Die Petersilie ist für unseren Geschmack mit nur 2 EL zuwenig vertreten. Bei einem erneuten Nachkochen würde ich einen halben Bund Petersilie kleingeschnitten beigeben. Ansonsten hat es uns wirklich sehr gut geschmeckt.

Zutaten
250 gr Ruchbrot ohne Rinde
3 Eier
50 gr Pecorino gerieben (oder anderer milder Schafskäse)
1 kleine, gehackte Zwiebel
1 gepresste Knoblauchzehe
1/2 Bund gehackte, glatte Petersilie
1/2 kleiner Peperoncino (klein gewürfelt)
Salz, Pfeffer
Olivenöl

Zubereitung
  • Brot in kleine Stückchen reissen und mit den Eiern, dem Pecorino, der Zwiebel, der Knoblauchzehe, der Petersilie und dem Peperoncino vermengen
  • Aus der Brotmasse von Hand baumnussgrosse Bällchen formen
  • In Olivenöl rundum anbraten, kurz auf ein Haushaltspapier geben zum Abtropfen und dann zurück in die vom Öl ausgewischte Pfanne geben zum Warmhalten
  • Eine Tomatensauce nach Geschmack zubereiten oder aus dem Regal nehmen, nach belieben ergänzen mit frischen Produkten wie z.B. kleingeschnittenen Peperonistückchen und erwärmen
  • Im Originalrezept werden die Brotbällchen zur Tomatensauce gegeben und dort für 15 Minuten mitgekocht. So würden die Brotbällchen die Sauce sicher besser aufnehmen. Wir haben die Sauce direkt auf den Teller gegeben und die Brotbällchen darüber gelegt. Was auch bestens passte.
Nächstes Mal werde ich die doppelte Menge der Brotbällchen zubereiten und nach dem Anbraten einfrieren (mit Backpapier zwischen den einzelnen Lagen). Das sollte eigentlich klappen.

Quelle
Bänziger, E. (2001): "Ziegen- und Schafkäse, die besten Rezepte"; erschienen im AT Verlag

Dienstag, 1. Oktober 2013

Ravioli mit Sbrinz-Nuss-Füllung


Kürzlich habe ich beim grossen, orangenen C wieder einmal die Rezeptkarten angeschaut und just eine mit nach Hause genommen. Da Herr Sch heute im Ausgang weilt, habe ich die Ravioli ausprobiert und war erstaunt, wie schnell das Rezept zubereitet ist. Wer neben Nüssen und Käse auch Aceto Balsamico Dressings liebt, wird diese Raviolis ebenfalls mögen.

Zutaten
150 gr Pekannüsse (oder Baumnüsse)
100 gr Ricotta
50 gr geriebener Sbrinz
1 Ei
Salz, Pfeffer, Muskatnuss
1 TL Thymianblättchen

1 Rolle Pastateig (ca. 125 gr)
1.5 EL Aceto Balsamico
2 EL Albaöl (mit herrlichem Buttergeschmack)
   es geht aber sicher auch ein dezentes Olivenöl
Salz und Pfeffer
ca. 30 gr Kresse
1 Liter Gemüsebouillon

Zubereitung
  • Die Nüsse hacken und mit dem Ricotta, Sbrinz, Ei und den Thymainblättchen vermischen. Das ganze mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken.
  • Den Pastateig quer vor euch auslegen und in acht gleich grosse Stücke schneiden. Auf den unteren Hälften der Teigstücke die Füllung verteilen.
  • Die Ränder mit Wasser bepinseln, die freie Teighälfte über die Füllung legen und die Ränder mit einer Gabel gut andrücken.
  • In knapp siedender Gemüsebouillon die Ravioli ca. 4 Minuten ziehen lassen. Mit einer Kelle heraussnehmen, gut abtropfen lassen und zugedeckt warmstellen.
  • Für das Dressing den Aceto mit dem Öl verrühren und leicht mit Salz und Pfeffer würzen.
  • 3/4 der Kresse auf die Teller geben und mit dem Dressing beträufeln.
  • Die Raviolis auf den Tellern verteilen, mit der restlichen Kresse bestreuen und dem Dressing beträufeln.
Quelle
rezepte.coop.ch/de/7953.pdf